Rétesevés – Strudlessen

 Fasching, das Strudelessen und der närrische Mittwoch

  

 

 Nach den alten kirchlichen Traditionen dauert der Fasching von dem Dreikönigstag bis zum Aschermittwoch. In dieser Zeit hat man den Winter begraben, verabschiedet, es war das Fest der Frühlingserwartung und die Zeit der grossen Bällen. Es war auch die Zeit der Hochzeiten, weil keine Hochzeite in der Fastenzeit gefeiert durften.
In der Faschingzeit war es kalt und die Speisen und Kuchen, die zur Hochzeit vorbereitet worden sind, verdarben nicht, die Menschen hatten um das Haus herum weniger Arbeit. Zum Fasching wurden verschiedene Strudeln und Krapfen für die Gäste gebacken. Die Kinder sagten:
                            Fasching, Fasching, lass nicht noch,
                            Bis die Mutter uns Krapfen bäckt!
       Der Strudel war auch mit Weisskohl und mit Sauerkraut gefüllt worden. An dem letzten Sonntag des Faschings sind die Burschen mit den Musikanten zu den Häusern, in denen die schöne Mädel wohnten, gegangen, um sie in den 3 tagigen Ball einzuladen. Wenn der Burche für die Eltern sympatisch war, durfte das Mädel mitgehen. Der Bursche sagte:
                           Deshalb bin ich gekommen
                           Deshalb bin ich da
                           Das deine Tochter zu dem
                           Faschingtanz ausgib!
Die Eltern antworteten:
                           Gut, du kannst sie mitnehmen!

                
 
 Am Sonntag Nachmittag um 2 Uhr begann der Faschingtanz und endete abends um 7 Uhr. Es spielte eine grosse Blasskapelle. Nicht nur die Jugendlichen sondern auch die Erwachsenen tanzten lustig. Um 7 Uhr gingen alle nach Hause, um die Tiere zu füttern, Abendessen zu essen und sich umzuziehen. Dann gingen sie alle auf den Ball zurück und sie belustigten sich bis in die Morgenröte. So war es am Montag auch. Am Dienstag begann der Ball erst um 8 Uhr am Abend und ging bis Morgen früh. Viele Burschen und Mädel haben sich auf diesen Bällen verliebt und heirateten später miteinander.
 
 
Am Aschermittwoch war der letzte Faschingstag. Bei den Häusern wurden viele  Strudel gebacken. An diesem Tag war das „Strudelessen” und der närrische Mittwoch. Burschen als Braut eingekleidet, sind mit den anderen Burschen und mit Musikanten zu den Häuser gegangen, um die anderen und die Mädel noch einmal, das letzte Mal zum Tanz zu rufen. Unterwegs haben sie Narrheiten gemacht. In dem Wirthaus haben sie den Fasching begraben. Ein Bursche wurde in einem Trog gelegt und mit einem Betttuch bedeckt. Er hat aber eine Flasche Sodawasser gehabt. Später sind „der Priester und der Kantor” angekommen, um den Fasching zu begraben. Aber der Fasching ist aus dem Trog ausgesprungen und hat alle mit dem Sodawasser gespritzt. Die Gäste haben lustig gelacht. Damit wurde der Winter begraben. An diesem Tag haben  die Jugendlichen noch 3-4 Stunden lang getanzt. Danach hat die Fastenzeit begonnen und hat bis Ostern gedauert.
 

 

        Von den 2000-er Jahren organisiert die Donauschwäbische Selbstverwaltung Wetschesch, in der junge Mitglieder auch sind und viel von ihren Grosseltern von den alten Brauchen gehört haben, das Strudelessen im Aula der Dorfschule Wetschesch in jedem Jahr. Auf der Bühne spielen das „Strudelessen” die Kinder der Dorfkindergarten Wetschesch vor. Nach dem Programm können die Gäste verschiedene feine Strudeln kosten, mit einandern gut plaudern und tanzen. Es spielt die Brunnerkapelle. Es ist schön zu sehen, dass Grosseltern mit den Enkelkindern Polka, Masurka, Ländler und Walzer tanzen.

Ináncsi Zsigmondné

 

 

 

 

 

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